Filme auf Schallplatten: VHD - Was is hier eigentlich los

Filme auf Schallplatten: VHD

Filme auf Schallplatten: VHD | Zeitgeschichte | Was is hier eigentlich los?

Kurz vor dem Jahreswechsel hab ich irgendwo aufgeschnappt, dass der Markt für Schallplatten wieder ein Stück gewachsen und mittlerweile recht sattelfest geworden ist – vor ein paar Jahren klang das noch ganz anders. Klar, mit Streaming und sicherlich auch CD-Verkäufen kann Vinyl nach wie vor nicht mithalten, aber selbst ich hab mir vor ein paar Jahren einen Plattenspieler gewünscht und die eine oder andere Scheibe im Regal stehen.

Allerdings muss ich auch zugeben, dass ein Teil davon nach wie vor eingeschweißt ist, weil halt eine Schallplatte zumindest in meinem Kopf einfach voraussetzt, dass man Musik bewusst hört. Und das braucht Zeit und Zeit hab ich eher selten. Oder bin dann doch wieder so gepolt, dass ich irgendwas nebenbei machen muss, was dann das bewusste hören wieder kannibalisiert. Aber auch dafür werden sich wieder ein paar Momente finden, das Jahr hat ja erst angefangen.

Überhaupt sollte man einfach mit diversen Abgesängen vorsichtig sein, gibt ja schließlich immer noch Liebhaber, die auf der Jagd nach Musikkassetten und VHS sind, obwohl auch diese Medien schon mehrfach überholt wurden.

Was aber nicht heißt, dass so manches Medium nicht doch für immer tot ist, meistens ist das sogar ganz gut. Floppy Disks zum Beispiel sind nostalgisch gesehen immer noch großartig, aber eben maximal unpraktikabel, allein schon was die Speicherkapazität angeht.

Oder auch Filme auf Schallplatten. Noch nie von gehört? Macht nichts, ich auch nicht und verpasst haben wir wohl auch nicht viel. Wobei die Idee natürlich erstmal gut klingt, Film auf Schallplatte hat natürlich einfach was. Außerdem hat man am Vorgänger, der CED, echt lange dran entwickelt, da muss ja eigentlich was Brauchbares bei rausgekommen sein oder?

Leider nicht, denn nicht weniger als 17 Jahre hat man investiert – vor allem aufgrund der physischen Probleme hervorgerufen. Denn so eine Platte muss sich schneller drehen und braucht viel feinere Rillen als übliche Musik-Platten. Dazu kommt die natürliche Abnutzung, die Platten einfach mit sich bringen. Und dann kam halt 5 Jahre vor der eigentlichen Marktreife die VHS auf, die wesentlich einfacher in Produktion und Handhabung war … nur der liebe Gott weiß, warum man da noch 5 Jahre weiterentwickelt hat.

Und auch der weiß nur, warum man 1983 die VHD erfunden hat – quasi das Gleiche in Grün und mit karbonverstärktem Vinyl. Immerhin: im Gegensatz zur CED war die VHD in der Lage 3D-Filme zu liefern und eine gewisse Interaktivität bereitzustellen – eigentlich cool, wäre da nicht kurz darauf die erschienen, die gleiches bietet und zudem die physische Abnutzung eliminiert hat.

Technologie, die schon sehr früh zum Scheitern verurteilt war – aber auch ein bisschen spannend, wenn man das mal hört und sieht:

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Über Martin

Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert.

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