Martin
Gedankentüdelüt (69): Was ist das für 1 merkwürdiger Instagram-Trend? | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Gedankentüdelüt (69): Was ist das für 1 merkwürdiger Instagram-Trend?

Gedankentüdelüt (69): Was ist das für 1 merkwürdiger Instagram-Trend? | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Es gibt durchaus Trends, die auch ich mal mitmache, wenn auch in abgewandelter Form. Dem Fidget-Spinner-Hype konnte ich mich nur teilweise entziehen, bilde mir aber immer noch ein, dass mein Fidget Cube viel cooler ist, gerade weil er wesentlich mehr Funktionen hat (okay, die aber auch nichts machen, außer Krach).

Die Ice-Bucket-Challenge hingegen habe ich nicht mitgemacht, dabei war hier sogar ein guter Grundgedanke Stein des Anstoßes. In meinen Augen ist aber niemandem so wirklich geholfen, wenn ich mir einfach kaltes Wasser über den Kopf schütte – eine Spende war da wesentlich zielführender.

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Aber es gibt auch Trends, da geb ich mir nicht mal Mühe, sie verstehen zu wollen. Einen dieser Trends beobachte ich nun schon seit einigen Wochen auf Instagram. Zu den großen Postern zähle ich definitiv nicht, es gibt schließlich genug Netzwerke, die ich bereits zumülle. Aber ich schau da gern rein und geh die Bilder auch immer bis zum zuletzt von mir angesehenen Bild durch – dem dämlichen Sortier-Algorithmus von Facebook sei Dank.

Neuerdings scheint es aber der heiße, geile Scheiß zu sein, in den Instagram-Stories auf neue Bilder hinzuweisen. Soweit, so legitim. Aber der Hinweis sieht in der Regel so aus, dass ein Screenshot vom eigenen Profil gemacht und das letzte Bild „übermalt“ wird. WTF?

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Davon mal abgesehen, dass Instagram sowieso schon zur absolut unrealistischen Selbstdarstellung einlädt – wie viel Geltungsdrang und Like-Sucht muss man haben, dass man auf solch eine plumpe Weise nach Aufmerksamkeit betteln muss? „HEY ICH HAB EIN BILD GEMACHT, ABER ICH ZEIGS DIR NICHT!“ Genau so kommt das an.

Um zu merken, wie dumm das ist, muss man sich einfach nur mal das Nutzungsverhalten vor Augen führen: Ich klicke auf die erste Instagram-Story und schaue mir den Quark an. Ist der User durch, wird sofort in die nächste Instagram-Story gesprungen, anschließend in die nächste – alles, ohne dass ich etwas machen muss. Für mich als Nutzer extrem bequem, denn warum sollte ich jede Story einzeln anklicken?

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Und jetzt erwartet wirklich jemand, dass ich die Story unterbreche, mir das jeweilige Profil heraussuche und dann darauf gehe – FÜR EIN EINZIGES (NONSENS)BILD? Wer macht denn sowas? Nur um dann wieder zurück zu gehen und mir die nächsten Stories anschauen zu können?

Aber es zeigt auch mal wieder den üblichen Weg, wenn es darum geht, sich noch ein bisschen mehr ins Rampenlicht zu schubsen. Da hat scheinbar irgendwer die eine geniale Idee, die natürlich direkt kopiert bzw. nachgeahmt werden muss – neudeutsch: man wurde dazu inspiriert – ohne auch nur ansatzweise Sinn und Wirkung zu hinterfragen.

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Vielleicht bin aber auch nur ich wieder so verschroben und rege mich einsam und allein über diesen Blödsinn auf. Lasst es dennoch, denn aus Nutzersicht ist es einfach nur unsinnig.

Kürzlich

Sag was dazu!

  1. Ich finde den Trend zwar im Story-Modus auch nicht gerade zuträglich, aber jetzt nicht so verwerflich. Die Stories sind halt noch chronologisch (neueste zuerst), so dass es einige User gibt, die nur die Stories von Leuten sehen, aber nicht die (selteneren) Bilder, da diese eben im verkackten Algorithmus-Nirvana landen. Klar, es bei jedem Bild zu machen und gar mehrfach am Tag ist idiotisch, aber an sich verstehe ich die Technik durchaus.

    • Martin

      Das sagst du ja nur, weil du das auch schon gemacht hast :P Wenn jemand nur die Stories guckt, dann hat das ja auch wieder einen Grund. Klar, für die Leute, die abertausenden anderen Menschen folgen kann es durchaus nützlich sein – es ist für mich aber dennoch nur ein weiteres „Hier, hier, guck, nun guck – GUCK ENDLICH“-Getue, der aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht konvertiert.

      • Erwischt! :) Das doofe ist ja, dass man nicht mal mitbekommt, ob es nun funktioniert, oder nicht. Ich selbst habe jedenfalls erst ganz wenige Male dann wirklich auf das Profil geklickt, weil ich das Bild halt meist so schon gesehen hatte (folge aber auch einer recht überschaubaren Menge). Am Ende ist es natürlich eine Frage des „wie (oft)“.

  2. Reichweitenproblematik
    😬 Deswegen wird es gemacht. Instagram hat nicht wie hier ne Gewichtung und deswegen ist jede Interaktion gleich viel wert. Ebenso ist aber der Algorithmus arschiger für die Reichweite. Da Storys einfach zu gucken sind und die Nutzer die mittlerweile mehr nutzen als Beiträge zu lesen, weißt der Nutzer in den Storys darauf hin. Warum das Versteckspiel, damit man anhand des Bilder nicht vorher schon urteilt und Vlt. Nicht klickt und den dazugehörigen eventuell interessanten Text nicht liest. 🤓

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  3. Versteh ich alles, aber der Weg für den Nutzer ist halt mehr als umständlich – ich kann mir nicht vorstellen, dass das wirklich jemand macht. Und „interessante Texte“ auf Instagram … puh ;)

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