10 Lerntipps für Studenten & Schüler – Abitur | Studium | Ausbildung

10 Lerntipps für Studenten & Schüler - Abitur | Studium | Ausbildung
Aus gegebenem Anlass gibt es heute mal einen Beitrag außer der Reihe von mir, in dem es um Lerntipps gehen soll. Vorab sei gesagt, dass ich natürlich kein Profi bin und das hier auch keine Garantie oder Anleitung für gute Noten sein soll, sondern einfach meine Erfahrungen und Ratschläge, die ich während meiner Schulzeit und meines Studiums gesammelt habe.

Wie manche von euch wissen, studiere ich mittlerweile seit 2,5 Jahren an der Universität Hamburg. Davor habe ich mein Abitur gemacht und lasst es euch gesagt sein: Lernen ist so wichtig. Gerade im mit 300-600 Kommilitonen in eurem Studienfach wird euch gar nichts mehr geschenkt. Da gibt es keinen „Der hat sich im Unterricht doch immer so gut beteiligt“ oder „Der wischt vor der Stunde immer die Tafel“-Bonus. Da zählt einzig und alleine das, was man gelernt hat und genau deswegen erzähle ich euch heute ein bisschen etwas über die Erfahrungen.

Aber bevor wir zu den eigentlichen kommen, noch eine Kleinigkeit vorweg: Setzt euch ein Ziel und lasst euch nicht unterkriegen! Immer wieder bekomme ich mit, dass Leuten in meinem Umfeld gesagt wird, sie würden die Klausuren eh nicht bestehen oder wieder keine gute Note bekommen. Hört nicht auf solche Menschen und gebt euch nicht mit ihnen ab. Wenn ihr an euch glaubt, dann reicht das völlig aus. Ihr wollt einen tollen Job bekommen und braucht dafür einen super Durchschnitt? Ihr möchtet euer Abitur so gut wie möglich machen, damit ihr euren Wunschstudienplatz bekommt? Oder die nächste Klausurnote soll einfach richtig gut werden? Dann ist das ab jetzt euer Ziel, von dem ihr nicht abweichen solltet.
Ich habe über die Jahre gemerkt, dass es sehr hilft, mir ein Ziel zu setzen, auf das ich hinarbeiten kann und wegen dem ich mich immer wieder aufraffen und motivieren kann.

Nun aber endlich zu den Tipps:

  1. Startet den Lerntag mit einem ordentlichen Frühstück
    Man sagt, das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages und gerade in der Lernphase stimme ich dem vollkommen zu. Steht früh auf und nehmt euch die halbe Stunde, um euch ein perfektes Frühstück zuzubereiten. Macht euch Pancakes, Obstsalat, Waffeln, holt euch frische Brötchen vom Bäcker, esst Joghurt mit Früchten und Müsli und trinkt dazu wenn ihr mögt einen leckeren Kaffee, O-Saft, Tee oder was auch immer ihr morgens gerne trinkt. Wenn ich ein richtig leckeres und gutes Frühstück hatte, bin ich immer viel motivierter, mit dem Lernen zu beginnen. Man hat einfach das Gefühl, es wird ein erfolgreicher und toller Tag.
    Was außerdem wichtig ist: Ihr solltet unbedingt den gesamten Tag anständige und nicht zu fettige Dinge essen, denn sonst wird man nach dem Essen oft schnell müde und ist nicht mehr motiviert, irgendetwas zu lernen. Es ist wirklich wichtig, dass ihr gesunde Snacks zu euch nehmt und vor allem auch sehr viel trinkt.
  2. Optimales Zeitmanagement
    Ich habe leider erst während des 3. Semesters meines Studiums gemerkt, wie sinnvoll ein Lernplan sein kann. Teilt euch alles, was ihr lernen müsst, in Portionen ein und achtet darauf, dass ihr das Pensum an einem Tag auch schaffen könnt. Man neigt nämlich tendenziell dazu, sich mehr aufzuhalsen, als man realistisch gesehen überhaupt an einem Tag durcharbeiten kann. Außerdem ist es sehr sinnvoll, schon während des Semesters anzufangen, die Unterlagen durchzulesen, zusammenzufassen und auch zu lernen. Fangt bloß nicht erst zwei Wochen vorher an.
  3. Findet für euch den richtigen Lernort
    Viele meiner Kommilitonen sagen, sie würden am besten und effektivsten in der Unibibliothek lernen, weil es dort schön ruhig ist, es lernen schließlich alle. Außerdem wird man nicht von Dingen abgelenkt, mit denen man sich Zuhause viel besser die Zeit vertreiben könnte, wie zum Beispiel euer PC, Bücher, Konsolen usw. Auf mich trifft das leider nicht zu, ich kann tatsächlich besser Zuhause lernen. In der Bibliothek würde ich die ganze Zeit andere Menschen beobachten und außerdem kann ich hier zuhause in meinen Lernpausen das tun, was ich möchte und bin nicht so eingeschränkt. Es gibt auch Menschen, die gerne in Cafés oder an der frischen Luft lernen. Es sollte jeder für sich entscheiden, wo für ihn der beste Lernort ist. Probiert am besten mehrere Alternativen aus und entscheidet euch dann.
  4. Seid konsequent mit dem Ausschalten von PC, Fernsehen und Handy
    Das gilt gerade für Leute wie mich, die gerne Zuhause lernen. Konsequenz ist hierbei die oberste Priorität. Lasst euren PC ausgeschaltet, legt euer Handy weit weg oder schaltet es am besten aus, um in Ruhe lernen zu können. Ich weiß, dass dieser Punkt heutzutage schwer einzuhalten ist, weil es einfach so spannend ist, zu erfahren, was die Mitschüler gerade auf Facebook treiben oder wer ein neues Bild bei Instagram hochgeladen hat. Aber es ist das beste für euch, wenn ihr in diesem Punkt einfach konsequent seid.
  5. Findet eure Lernmethode
    Ihr müsst entscheiden, ob ihr lieber alleine oder in einer Lerngruppe lernen wollt. Die Vorteile einer Gruppe sind unter anderem, dass gerade weil ihr mehrere Menschen seid, ihr auch mehrere Methoden des Lernens habt, die ihr euch gegenseitig zeigen könnt und so noch mehr vom Stoff versteht als alleine. Ein Vorteil des alleinigen Lernens ist, dass euch niemand mit irgendwelchen Aussagen verwirren kann und womöglich Dinge falsch erklärt.
  6. Findet eure Lernmethode #2
    Verschiedene Menschen nehmen den Lernstoff verschieden auf. Es gibt Menschen, die lesen etwas einfach immer und immer wieder; es gibt Menschen, die fassen alles zusammen; es gibt Menschen, die machen sich Karteikarten, kleben diese überall hin und lernen so. Während meines Abiturs hab ich mir zum Beispiel wichtige Satzanfänge und Redewendungen für das Englischabitur auf Karteikarten geschrieben und um meinen Spiegel geklebt. So hab ich jeden Morgen beim Schminken und jeden Abend beim Abschminken alle Karteikarten durchgegangen und hab mir diese Vokabeln eingeprägt. Es ist sehr wichtig, dass ihr versucht, den Stoff auf möglichst viele verschiedene Arten zu lernen, also durch unterschiedliche Kanäle aufzunehmen, denn so kann man sehr effektiv lernen.
  7. Männer lernen und Frauen malen an
    Ehm… ja. Na und? Wenn es euch hilft, alles bunt anzumalen und die wichtigen Begriffe in unterschiedlichen Farben zu markieren, dann macht das. Ist doch völlig egal, was andere zu euren bunten Lernzetteln und Heften sagen, solange es euch beim Lernen weiterhilft. In Geschichte macht es zum Beispiel sehr viel Sinn, sich die Jahreszahlen alle in der gleichen Farbe zu markieren und eben nichts anderes.
  8. Spart nicht an Materialien
    Das bezieht sich auf den Punkt 7. Kauft euch bunte Marker in tollen Farben, dickeres Papier zum Schreiben und schöne Karteikarten. Mit hochwertigen und guten Lernmaterialien macht es doch alles gleich viel mehr Spaß und man ist wesentlich motivierter. Geht jedenfalls mir immer so.
    Kauft euch außerdem die Lehrbücher, die ihr braucht. Macht es, ehrlich! Der Pullover bei H&M lässt euch langfristig nicht das erreichen, was euch im Leben weiterbringt.
  9. Macht Pausen
    Es ist sehr wichtig, dass ihr Lernpausen einlegt. Kein Mensch kann 15 Stunden am Tag lernen und nimmt in der 14. Stunde noch genau so viel auf wie in der 1. Stunde. Ihr könnt nach jeder Stunde 5 Minuten Pause machen oder nach jeweils drei Stunden eine halbe Stunde Pause. Findet euren eigenen Rhythmus und am wichtigsten dabei ist: Macht nach der Pause weiter. Lasst euch nicht hängen oder verlängert eure Pausen. Zudem ist es wichtig, dass ihr in den Pausen etwas tut, das nichts mit dem Lernen zu tun hat. Esst etwas, geht an die frische Luft, macht ein bisschen Sport oder tanzt zu lauter Musik wild herum.
    Es geht nicht darum, wie viel Zeit ihr am Tag mit Lernen verbringt, sondern wie effektiv die Zeit ist, in der ihr lernt!
  10. Keine Panik
    Viele Menschen machen sich vor Klausuren immer sehr viel Druck, was meistens in Panik endet. So zum Beispiel auch ich. Aber es ist doch nur eine Prüfung. Niemand wird euch den Kopf abreißen und es ist absolut kein Weltuntergang, wenn ihr mal eine Prüfung vergeigt. Natürlich ist es doof und man darf danach auch gerne eine Zeit lang frustriert sein. Aber bloß nicht zu lange. Es ist wichtig, dass ihr euch danach wieder zusammenreißt und für die nächste Prüfung lernt. Es ist nichts verloren, wenn man mal eine Klausur nicht gut schreibt, also keine Panik.

Das waren sie nun, meine Lerntipps. Es ist ein ziemlich langer Beitrag geworden, aber vielleicht bringt es euch dort draußen vor dem Bildschirm etwas.
Ich hoffe, ich konnte dem einen oder anderen Leser weiterhelfen und euch dazu motivieren, die beste Lernroutine für euch selbst herauszufinden. Viel Erfolg bei all euren Klausuren! Denkt immer daran, ihr seid super, ihr schafft das! :)

[Bild via shutterstock.com]

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Sängerin, Gelegenheitsgenießerin, Fotografie-Liebhaberin, manchmal eine Herausforderung, literaturbegeistert, verrückt nach Sommer, Sonne, Strand und Meer, moralisch flexibel und gekommen, um zu bleiben. Alle Beiträge von Alina ansehen.

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