Martin
Leipzig im Sommer 1989 | Was is hier eigentlich los?
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Leipzig im Sommer 1989

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Mal wieder ein klein wenig Geschichtsunterricht, mal wieder ein bisschen . Ihr wisst ja, Heimatstadt und so – tolle Schnipsel „von drüben“ müssen hier fast schon grundsätzlich platziert werden.

Allerdings geht es hier dieses Mal nicht um die schönen Seiten, auch kein Timelapse – der Film behandelt eher die Sicht der „normalen“ Bevölkerung, kurz vor dem Mauerfall. Wer in der Schule aufgepasst hat, weiß auch, dass die Montagsdemos in Leipzig einen nicht zu unterschätzenden Teil dazu beigetragen haben.

Ich hab 4 Jahre der DDR noch mitbekommen, entsprechend kann ich auch nicht wirklich mit Erfahrungen oder Erlebnisberichten aufwarten – aber wir haben damals in der Nähe vom Hauptbahnhof gewohnt (das Hochhaus mit dem M oben drauf, kennen vielleicht ein paar) und kann mich zumindest noch an den Lärm der Demos erinnern:

Dieser Film entstand im August 1989. Er zeigt die Stimmung der Bevölkerung in Leipzig kurz vor der ersten Montagsdemonstration. Heimlich gedreht mit den Kameras der DDR-Opposition – heimlich, aber auf offener Strasse und in den Wohnungen.Zu sehen sind Bilder vom Verfall der Stadt. Zu sehen sind vor allem ganz „normale“ Leipziger Bürger,keine politischen Oppositionellen, die sich offen über die unhaltbaren Zustände in der DDR äußern. Am Ende des Films sieht man die Organisatoren und „Rädelsführer“ der Leipziger Montagsdemonstrationen, die dabei oft in der ersten Reihe gingen. Es sind Uwe Schwabe, Katrin Hattenhauer und andere junge Leipziger, kaum älter als 20 Jahre.

Leipzig hat sich mittlerweile wirklich gemacht, allerdings gibt es noch immer ein paar Ecken, in denen die Häuser noch genauso aussehen wie in dem Video. Schade. Und wenn man hört, dass die sich wirklich für Olympia 2004 bewerben wollten, während die Stadt, wenn nicht sogar das Land, in solch einem Zustand ist … kannste nur mit dem Kopp schütteln.

Ein Film von Peter Wensierski

[via]

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