Line, sag mal was zu… „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green

Line, sag mal was zu...

„Die Selbsthilfegruppe bestand aus einer wechselnden Besetzung von Jugendlichen in verschiedenen Stadien des tumorbedingten Unwohlseins. Warum wechselte die Besetzung? Noch so eine Nebenwirkung des Sterbens.“

Das ist einer der ersten Sätze in „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. (Um genau zu sein der 5.)
Hazel Grace Lancaster ist 16 Jahre alt und leidet seit drei Jahren an Schilddrüsenkrebs mit Metastasen in der Lunge. Die oben erwähnte Selbsthilfegruppe besucht sie auf Anraten ihrer Mutter und ihres Hausarztes. In dieser Gruppe lernt sie den siebzehnjährigen Augustus „Gus“ Waters kennen, der durch einen bösartigen Knochentumor sein Bein verloren hat. Die beiden werden Freunde, nachdem sie immer mehr Zeit miteinander verbracht haben. Da es nicht gut um Hazel steht und sie sich selbst als „Zeitbombe“ betrachtet, die irgendwann hochgeht und alle Menschen um sich herum verletzen wird. Deswegen will sie eigentlich niemanden zu nah an sich heranlassen.
Als sie aufgrund einer starken Lungenentzündung in Krankenhaus kommt und ihr Zustand sich drastisch verschlechtert, will Augustus ihr den größten Wunsch erfüllen und mit ihr nach Amsterdam fliegen, wo Hazel den Autoren ihres Lieblingsbuches kennenlernen soll. Die Ärzte von Hazel stimmen nach einiger Überredungskunst zu und so fliegen Augustus, Hazel und Hazels Mutter nach Amsterdam. Das Treffen mit dem Autoren ist allerdings ein ziemlicher Reinfall, da er ihnen alles andere als nett und gastfreundlich gegenübertritt. Dennoch genießen die drei die Zeit in Amsterdam. Auf dem Rückflug gesteht Gus Hazel, dass sein Tumor in einer sehr aggressiven Weise wiedergekehrt ist und auch sein Zustand verschlechtert sich schnell. Mehr wird hier aber nicht verraten, lest das Buch lieber selbst!

Line, sag mal was zu...

Es ist nun schon über ein Jahr her, dass ich das Buch „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von gelesen habe und ich denke immer noch ziemlich oft darüber nach.
Die Geschichte ist deprimierend, bedrückend, düster und melancholisch, zugleich aber bedeutsam und so wundervoll. Ich kann verstehen, warum so viele das Buch lieben. Denn in dieser Geschichte stecken so viele Anspielungen, Analogien und erschütternd wahre Drastik im Bezug auf das Leben und den Tod, mit denen man in seinen Gedanken spielen, die man interpretieren, verstehen, weitergeben oder für sich behalten kann. Die Geschichte bewegt einen und überzeugt gleichzeitig mit Genialität und Sprachgewandtheit.

John Green hat eine besondere Art und Weise Geschichten zu schreiben und zu beschreiben. Auch in seinem Buch „Eine wie Alaska“ stellt er das einmal mehr unter Beweis. Ich liebe fast jedes Buch von ihm und hoffe, er schreibt noch mehr so grandiose Bücher, über die man genau so viel Nachdenken kann, wie über Hazel und Gus.
Meine liebsten Bücher sind nämlich die, die eine Geschichte erzählen, über die man Nachdenken kann und welche man interpretieren kann, jeder auf seine ganze eigene Weise.

Demnächst kommt sogar der Kinofilm dazu heraus, auf den ich mich ehrlich gesagt auch schon ziemlich freue. Ich hoffe nur, sie vermiesen einem mit der Verfilmung nicht wieder die Geschichte, wie die Filmindustrie es so oft tut. Der Trailer sieht allerdings wirklich gut aus.

Ich krieg schon wieder Gänsehaut, wenn ich den Trailer anschaue. Hoffentlich wird der Film dem Buch gerecht. (Kinostart ist der 12. Juni 2014)

Über Line

Sängerin, Gelegenheitsgenießerin, Fotografie-Liebhaberin, manchmal eine Herausforderung, literaturbegeistert, verrückt nach Sommer, Sonne, Strand und Meer, moralisch flexibel und gekommen, um zu bleiben. Alle Beiträge von Alina ansehen.

Sag was dazu!

Kürzlich