Martin
Gedanken-Tüdelüt (34): Über das Feiern-Gehen | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Gedanken-Tüdelüt (34): Über das Feiern-Gehen

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Maik hat es bereits in seiner Wochenzusammenfassung erwähnt: er und ich haben mal wieder „jung sein“ gespielt. Wenn man bedenkt, dass wir beide irgendwas um die 30 sind, klingt das eigentlich total albern, aber genau dieses Gefühl hatten wir am letzten Freitag. Wir waren wieder jung. So jung, dass wir uns eigentlich völlig bekloppterweise um 1 Uhr nachts ein Konzert angetan haben. Wie so richtig junge Menschen eben.

Ich hab natürlich schon überlegt, als er mich gefragt hat: willst du das echt? Normalerweise schläfst du da schon. Und dann der nächste Tag – Wochenende ist zum Schaffen da und nicht zum Gammeln. Auf der anderen Seite sprachen wir aber immerhin von den JPNSGRLS und wann hat man schon mal die Chance, eine Band zu sehen, die man auch noch ziemlich okay findet? Live, in Farbe und 3D. Und sowieso sieht man Maik ja auch immer viel zu selten, sind die Gespräche doch nahezu immer sehr fruchtbar und unterhaltsam.

Das Argument, dass aber am meisten gezogen hat: wer sonst kann behaupten, dass er einfach mal um 1 Uhr nachts für ein Konzert das Haus verließ? Eben, nur Maik und ich. Und das vollkommen allein auf der Welt – muahahahaharrr.

Das Konzert war tatsächlich ziemlich gut, auch wenn der Raum sehr klein und die Masse überschaubar war – aber JPNSGRLS haben echt Power, sind hoch sympathisch und man muss einfach die Frage stellen, warum die (noch) nicht ganze Hallen füllen.

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Aber es hat auch gezeigt: ich bin einfach zu alt, um regelmäßig feiern zu gehen und wenn überhaupt, dann kommt dafür eigentlich nur der Freitag in Frage. Denn der Samstag war einigermaßen gebraucht – allein das lange Schlafen, damit man einigermaßen auf seine Stunden kommt, zerfetzt jeden Plan, den man sich für den Tag vorgenommen hat. Vielleicht kommt es auch nur mir so vor, aber so richtig wach wird man trotzdem nicht.

Und wenn ich mir dann überlege, dass ich auch locker um 8 oder 9 hätte aufstehen können und somit 3 bis 4 Stunden mehr vom Tag gehabt hätte – von diesem einen von zwei Tagen, an denen man wirklich nur das machen kann, worauf man Bock hat (oder zumindest ein bisschen Bock, weil unter der Woche einfach gar keine Zeit dafür bleibt) – dann muss ich nicht lange abwägen um zu entscheiden: Müdigkeit und Kater sind verschenkte Lebenszeit.

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Ich war noch nie das große Feierbiest, einfach weil aus zu diesem einen Abend immer auch der Tag danach zählt, der sich nie sonderlich schön anfühlt. Und wenn man dann erst mal ein paar Jahre Arbeiten gegangen ist, dann weiß man einfach auch die Heiligkeit des Wochenendes zu schätzen. Dass ich damit nicht so falsch liege, beweist mittlerweile auch Line, die inzwischen sehr genau überlegt, wie voll wir unsere Wochenenden packen – natürlich sehr zur meiner Freude.

Vielleicht sind wir aber auch einfach nur zu alt und stecken die Feierei schlichtweg viel zu langsam weg. Dennoch möchte ich den letzten Freitag absolut nicht missen und vielleicht ist das grundsätzliche Problem auch einfach nur, dass das Wochenende mit zwei Tagen einfach nur zu kurz ist.

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  1. Ich finde, es hat sich auf jeden Fall gelohnt, gut, dass wird das gemacht haben! Und rate, wer um 9 Uhr aufstehen musste… ;)

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