360° – Das war meine Woche – KW 36 / 2016

360° – Das war meine Woche – KW 36 / 2016

Was für eine durchwachsene Woche das doch wieder war, allerdings nur, weil das Ende eigentlich alles nach unten gerissen hat. Für einen Montag war eigentlich alles okay und so wie immer. Schweres Aufstehen, die Motivation wurde nicht mal beim Fundbüro abgegeben und doch muss man den Tag und die Todolisten ja irgendwie durchrocken. Mit optimierten Abläufen funktioniert das eigentlich auch ganz gut, sodass ich mich nebenbei einem Lieblingsprojekt widmen konnte, was mit jeder Menge HTML und CSS zu tun hat. Es fühlt sich doch immer wieder gut an, wenn man alte Sachen aus der Kiste holt, die man früher vollkommen zerrockt hat und mittlerweile dann doch ganz gut beherrscht.

Das gleiche Spiel gab es eigentlich auch am Dienstag, nur mit etwas mehr Arbeitslast, denn die kommenden zwei Tage waren voller gepackt als sonst – da war nicht viel mit Zeit vorm Rechner. Unter anderem hatte ich einen Beratungstermin, zu dem ich modisch zwar viel zu warm angezogen (dafür aber gutaussehend) war, der mir aber persönlich und fachlich enorm weitergeholfen hat. Ob das dann auch langsam mal Früchte trägt, wird sich zeigen – gut wär das aber mal.

Außerdem wurde es mal wieder Zeit für einen Besuch bei meinem Lieblingsfriseur. Bestimmt schon mal irgendwo erwähnt: Kamm In in der Kleinen Johannisstraße in Hamburg – da sollte eigentlich jeder hingehen (wobei, lieber auch nicht, sonst bekomm ich keinen Termin mehr). Richtig schön urig, die Leute sind extrem cool drauf und die Preise stimmen auch. Ich geh da einfach verdammt gern hin.

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Am Abend gab es dann auch noch eine Pressevorführung, zu der ich natürlich mal wieder Dank Embargo noch nichts sagen darf, aber es war tatsächlich mal der erste Film aus den US of A auf deutsch. Das ist insofern ein Highlight, weil ich schon vorher bei Pressevorführungen war, die auch auf deutsch sein sollten, es dann aber nicht waren. Gerade beim neuen Mechanic mit Jason Statham hätte ich mir das im Nachgang gewünscht, denn hier war die Originalsynchro eher semi-gut. Wobei der Film ja auch nicht wirklich von seinen tiefgründigen Dialogen lebt.

Donnerstag war der Vormittag etwas ruhiger, dafür ging es nachmittags zu den Chambers of the Curious von Hendricks. Ich hatte sowieso mit dem Event geliebäugelt, aber die Karten waren ja schneller weg als das Monatsgehalt in der ersten Woche – durch einen glücklichen Umstand sind wir aber dennoch reingerutscht. So richtig war uns nicht klar, was uns erwarten würde, aber so ganz ohne Erwartungen kann man eigentlich ja nur überrascht werden. Ehrlich gesagt weiß ich auch nach dem Event noch nicht so recht, was es eigentlich war – irgendwas mit Gedankenexperimenten, vielen Infos zu den Gehirnwindungen und welche Regionen für was eigentlich verantwortlich sind und natürlich lecker Gin-Coktails.

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Das Wichtigste: es hat tatsächlich jede Menge Spaß gemacht, war extrem unterhaltsam und man glaubt ja gar nicht, mit wie viel Liebe und Details die Jungs von Hendricks die Location auf- und ausgebaut haben. Das war wirklich beeindruckend und das nicht nur, weil die Protagonisten vor Ort ihre Rollen nahezu perfekt gespielt haben. Wirklich eine tolle Sache, bei der jeder, der nicht hingehen konnte, zu Recht neidisch werden darf.

Der Freitag begann (auch aufgrund der zahlreichen Entspannungsmedizin am Tag zuvor) eigentlich recht faul – ich hab wirklich nur das nötigste gemacht. Aber wie das mit dem Karma so ist, es schlägt unverhofft und mit voller Wucht zu. So erreichte mich dann eine sehr enttäuschende Mail, die mich mal wieder an der Menschheit zweifeln lässt. Ohne Details zu nennen, war es mal wieder eine Erfahrung, zu sehen, wie manche mit Menschen und Aussagen umgehen. Auf der anderen Seite ist es vielleicht auch gut, dass es jetzt so kommt, bevor es eigentlich zu spät war.

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Ich jedenfalls war recht sauer und das nicht nur mal so eine Stunde lang, sondern den ganzen Abend. Interessant, dass auch das noch möglich ist, aber man kann nun mal nicht immer gute Laune haben. Man muss auch mal schlecht drauf sein und alle anderen hassen dürfen, denn nur so werden die guten Momente zu etwas besonderem. Richtig schlimm wird es aber, wenn alle anderen gute Laune haben und man ihnen eigentlich nur ins Gesicht springen will. Und mal ehrlich: „wenn irgendwo eine Tür zufällt, geht eine andere auf“ ist halt auch irgendwie Quatsch.

Aber es ist nun mal wie es ist und am Ende haben natürlich auch die Recht, die sagen, dass es nichts bringt, den Sand in den Kopf zu stecken. Mund abwischen, weitermachen und ein bisschen wie eine Taube sein – die scheißen schließlich auch auf recht viel.

Ein paar Stunden bleiben uns nun noch vom Wochenende. Die verbringen wir am besten einfach mit weniger Groll, gleichbleibender Hoffnung und natürlich den wihel’schen Highlights der vergangenen Woche:

01. Oldie but Goldie: Kim Jong-un guckt sich Sachen an
02. Die besten Kreuzfahrt-Fotos der 90er
03. Das Jugendwort des Jahres 2016, dass niemand benutzt
04. Der Job des Jahres: Der People Walker
05. wihel präsentiert: The Autonomics
06. Ein Hund geht einkaufen
07. Die Concept Watch von Germain Baillot
08. Fahrrad aus dem Gedächtnis gemalt – So würde es in Echt aussehen
09. Australisches Bargeld ist der neue, heiße Scheiß
10. Line kocht sommerliche Fussili mit Pfirsichen

Über Martin

Martin
Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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