Line
Zitronen Magic Cake

Line backt Zitronen Magic Cake

In der Wochenzusammenfassung hatte ich es schon ein wenig thematisiert. Der Frühling scheint nun endlich auch in Hamburg angekommen zu sein und ich könnte mich nicht mehr freuen. So langsam wurde es auch wirklich Zeit. Mittlerweile ist es morgens sogar schon fast ganz hell, wenn ich um halb sieben aufstehe und wenn ich nach der Arbeit nachhause komme, ist es meist auch noch nicht dunkel. Ich habe vermutlich schon mal irgendwo hier erwähnt, dass meine Stimmung oft vom Wetter abhängt. Das ist zwar inzwischen nicht mehr ausschlaggebend für meine Laune, aber Sonne und die etwas milderen Temperaturen machen mich insgesamt schon glücklicher. Wahrscheinlich geht das den meisten Menschen so.

Die Welt ist doch gleich viel schöner, wenn die Sonne scheint, alles anfängt zu blühen und man die dicke Daunenjacke gegen eine leichtere oder vielleicht sogar gar keine Jacke tauschen kann. Bei dem Spaziergang um die Alster hat man schon viele Krokusse und Narzissen gesehen, die aus dem Boden sprießen. Wenn die erst einmal blühen, sieht es an der Alster noch wunderschöner aus, als es eh schon ist.

Der Jahreszeitenwechsel begeistert mich schwer, wie man sieht. Das liegt allerdings nicht nur an dem Wetter, sondern auch an der Auswahl an Obst und Gemüse, die man bald wieder haben wird. Endlich wieder frische Blaubeeren, Himbeeren, Erdbeeren und natürlich Rucola und grünen Spargel. Ich freue mich schon jetzt darauf, wieder viele saisonale Rezepte kochen und backen zu können. Und mein Frühstücksmüsli morgens nicht immer mit Physalis garnieren zu müssen. Nichts gegen Physalis, die schmecken echt gut. Aber ein bisschen Abwechslung wäre schon schön.

Um den Frühling passend zu begrüßen, habe ich am letzten Wochenende einen Zitronenkuchen gebacken, denn Zitronenkuchen geht bekanntlich immer. Allerdings sollte es kein Standard-Zitronenkuchen werden, wie ihn jeder schon kennt, sondern ein bisschen ausgefallener. Vor einigen Jahren (ja, das kann man nun tatsächlich schon sagen) habe ich mich an dem damals sehr gehypten Magic Cake versucht. Ein Kuchen bei dem aus einem Teig während des Backvorgangs gleich drei Schichten unterschiedlicher Konsistenz werden. Damals hatte ich die klassische Variante mit etwas Zimt verfeinert, heute gibt es einen zitronigen Magic Cake.

Zitronen Magic Cake

Zutaten:

125 g
4 (Größe M)
100 g
90 g
300 ml
1 Bio-
1 Prise

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 150°C Ober-Unterhitze vorheizen. Eine quadratische Backform (ca. 23x23cm) gut einfetten. Die Butter schmelzen und abkühlen lassen. Die Eier trennen und das Eiweiß zusammen mit einer Prise Salz steif schlagen. Dann beiseite stellen.
  2. In einer anderen Schüssel die Eigelbe zusammen mit dem Zucker mithilfe des Schneebesens eines Rührgerätes hell cremig aufschlagen. Die abgekühlt Butter unter die Creme rühren. Dann das Mehl in den Teig sieben. Es ist wichtig, dass das Mehl gesiebt wird, damit es noch feiner wird und sich der Teig später so besser trennen kann. Anschließend die Milch hinzugeben und vorsichtig unterrühren. Der Teig sollte jetzt eine sehr flüssige Konsistenz haben. Zur Not noch ein bisschen mehr Milch dazugeben.
  3. Zum Schluss wird das steif geschlagene Eiweiß in drei Portionen per Hand (!) unter den Teig gehoben. Das Eiweiß muss sehr vorsichtig untergehoben werden und es dürfen ruhig noch Klumpen von Eiweiß zu sehen sein. Man hebt also mit einem Teigschaber den ersten Teil vorsichtig unter, bis nur noch wenige Klumpen zu sehen sind, dann den zweiten und zum Schluss den dritten. Das Unterheben in drei Portionen und auch die verbleibenden Eiweiß-Klumpen sind notwendig, damit sich während des Backvorgangs drei Schichten bilden können.
  4. Den Teig anschließend in die Backform gießen und im heißen Ofen ca. 50-60 Minuten lang backen. Der Kuchen muss anschließend mindestens eine Stunde lang bei Zimmertemperatur und dann eine weitere im Kühlschrank auskühlen und dabei auch aushärten. Direkt nach dem Backen ist er nämlich noch sehr weich. Das gibt sich dann aber eben beim Abkühlen. Erst nach vollständigem Auskühlen anschneiden.

Guten Appetit!

Ich muss gestehen, dass ich den Kuchen ein wenig zu lange im Ofen hatte und er deswegen nur zwei Schichten hatte. Die obere Schicht war ein fluffiger Biskuit und die untere ein cremiger, aber fester Pudding. Man muss sagen, dass man schon ein Fan von dieser puddingartigen Konsistenz sein muss, sonst wird man Magic Cake ganz generell vermutlich nicht mögen. Er wird nicht umsonst auch Puddingkuchen genannt. Wer also eher auf fluffigen Kuchenteig steht, wird mit einem Magic Cake aller Wahrscheinlichkeit nach nicht glücklich werden. Wir lieben diese Art Kuchen aber, deswegen hat er uns richtig gut geschmeckt. Zitronenkuchen gehört sowieso zu Martin und meinen All-time-favorites, deswegen liegt man damit niemals falsch. Dieser Kuchen lässt sich außerdem hervorragend vorbereiten, denn im Kühlschrank hält sich er sich mindestens vier Tage. Und was noch dazu kommt und ein ziemliches Highlight ist: Magic Cake hat weniger Kalorien als ein herkömmlicher Rührteig, da er wenig Zucker, Mehl und Butter beinhaltet.

Wer nun einen reinen Zitronenkuchen zu langweilig findet, könnte ihn noch mit Beeren verfeinern oder ganz ausgefallen sogar mit Kräutern wie Rosmarin oder Thymian. Beides will auch ich noch unbedingt ausprobieren. Gerade die Kombination aus Zitrone und Rosmarin scheint mir bei Kuchen sehr beliebt zu sein. Da ich Rosmarin ziemlich gern mag und auch die Tarte Tatin mit Rosmarin und Pfirsichen so unglaublich lecker war, macht mich das neugierig und ich werde demnächst wohl mal einen Zitronenkuchen mit Rosmarin backen.

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