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Herbstlicher Pumpkin Pie mit Schokolade und Zimt

Line backt Pumpkin Pie mit Schokolade

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In Hamburg ist in den vergangenen Wochen deutlich spürbar der Herbst eingekehrt und das bedeutet neben Regen, Matsch und Wind auch, dass endlich wieder die Kürbis-Saison startet. Wie schon in den letzten Beiträgen angekündigt, werden nun wieder vermehrt Beiträge mit Kürbisvariationen folgen. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich mich immer schon das gesamte Jahr auf diese Zeit freue. Da kann man über den Herbst sagen, was man will, für mich bedeutet er Gemütlichkeit und ganz viel Comfort Food, im besten Fall eben auch mit Kürbis.

Heute gibt es zum Auftakt der Kürbissaison ein ganz klassisches amerikanisches Rezept mit einem kleinen Twist. Wenn ich an Thanksgiving und Herbst in Amerika denke, fallen mir sofort genau zwei Dinge ein: Gossip Girl und Pumpkin Pie. Ersteres möchte ich hier gar nicht so detailliert ausführen - wer Gossip Girl geguckt hat, der wird mich vielleicht verstehen. Letzteres soll allerdings Thema des heutigen Beitrages sein: Pumpkin Pie. Ich hatte bislang noch nie welchen gegessen, geschweige denn selbstgemacht.

Man muss auch dazu sagen, dass ich mir darunter nie etwas besonders leckeres vorgestellt habe, da ich Pies aus Obstpürree generell schwierig finde. Dieses Rezept aus "Lomelinos Kuchen, Tartes & Pies" von Linda Lomelino sprach mich aber sofort an, weil erstens die Bilder in diesem Backbuch einfach wunderschön (#goals #ichgehmitderzeit) und zweitens Kürbis und Schokolade eine geniale Kombination sind. Kurzum, ich hab den Kuchen gebacken und er schmeckt hervorragend. Herbstlich, schokoladig und natürlich auch nach Kürbis.

Pumpkin Pie mit Schokolade

Zutaten:

Für einen Kuchen mit 20cm Durchmesser

Kürbispürree:
1,2 kg Kürbis (z.B. Hokkaido oder Butternut)

Mürbeteig:
180 g Mehl
1 EL Zucker
1 Ei (Größe M)
125 g kalte Butter
3-5 EL kaltes Wasser
1/4 TL Kardamom
Salz

Füllung:
450 g Kürbispüree
150 g brauner Zucker
2 Eier (Größe M)
250 ml Sahne
3 EL Kakaopulver
1 TL Zimt
1/4 TL gemahlener Ingwer
1/4 TL gemahlene Nelken
Salz

Zubereitung:

  1. Für das Kürbispüree den Backofen auf 175°C Ober-Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Kürbis waschen, halbieren und entkernen. Die Hälften mit der Schnittseite nach unten auf das Blech legen und im heißen Ofen ca. 50 Minuten lang backen.
    Mit einer Gabel testen, ob das Kürbisfleisch schon weich ist. Ansonsten noch einmal 10 Minuten lang backen und wieder testen.
    Anschließend den Kürbis herausnehmen, etwas abkühlen lassen und das Fleisch herausschaben. Mit einem Pürierstab fein pürieren und vollständig abkühlen lassen.
  2. Für den Mürbeteig das Mehl, den Zucker, das Salz und Kardamom in einer Schüssel vermischen. Das Ei trennen. Das Eiweiß beseite stellen, damit wird später der Teig bestrichen. Das Eigelb zusammen mit der Butter zur Mehl-Zucker-Mischung geben und alles mit den Händen zu einem krümeligen Teig verkneten. Etwas kaltes Wasser hinzugeben und gut verkneten. Sollte der Teig noch zu trocken sein, etwas mehr Wasser hinzugeben und wieder gut verkneten. Aber Achtung, nicht zu viel Wasser nehmen, sonst wird der Teig zu klebrig. Meistens wird er erst dann richtig geschmeidig, wenn man ihn schon eine Weile auf einer bemehlten Arbeitsfläche geknetet hat. Den Teig dann in Frischhaltefolie wickeln und eine halbe Stunde ins Gefrierfach oder mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen.
  3. Den Backofen auf 225°C Ober-Unterhitze vorheizen. Für die Füllung das Kürbispüree mit dem Zucker, den Eiern, Zimt, Ingwer, Nelken und Salz in einer großen Schüssel vermengen. Die Sahne unterrühren. Etwa ein Drittel der Masse abnehmen und in eine separate Schüssel geben. Das Drittel mit dem Kakaopulver vermischen und glattrühren.
  4. Den Teig bis auf einen kleinen Rest auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 3mm dick ausrollen. In eine Tarteform geben und einen gewellten Rand formen. Den Teig mit dem Eiweiß bestreichen. Die Teigreste wieder kaltstellen, daraus können später kleine Blätter geformt und gebacken werden, mit denen man den Pie dekorieren kann.
  5. Die helle und dunkle Kürbismasse abschwechselnd schichtweise in die Form füllen. Mit einem Zahnstocher vorsichtig ein wenig vermischen, sodass ein schönes Muster an der Oberfläche entsteht. Im unteren Teil des Ofens ca. 10 Minuten lang backen. Dann die Temperatur auf 175°C reduzieren und weitere 50-60 Minuten lang backen. Herausnehmen und auskühlen lassen. Den Ofen aber angeschaltet lassen!
  6. Die Teigreste dünn ausrollen. Mit einem Messer Blätter ausschneiden und auf ein Backpapier legen. Diese dann in der Mitte des Ofens für 10-12 Minuten lang backen. Den Kürbiskuchen zum Schluss mit den Blätter dekorieren und servieren!

Guten Appetit!

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Was mir an dem Kuchen tatsächlich am besten gefällt ist, dass er gar nicht so süß ist. Man kann ihn zum Beispiel mit Vanielleis oder - wie im Buch vorgeschlagen - mit Schlagsahne und Ahornsirup servieren. Diese Art von Pumpkin Pie könnte ich durchaus öfter essen. Der Mürbeteig ist nahezu knusprig und die Füllung erinnert von der Konsistenz her ein wenig an Käsekuchen. Ich kann den Kuchen sehr empfehlen und Thanksgiving kann definitiv kommen!

Über Line

Sängerin, Gelegenheitsgenießerin, Fotografie-Liebhaberin, manchmal eine Herausforderung, literaturbegeistert, verrückt nach Sommer, Sonne, Strand und Meer, moralisch flexibel und gekommen, um zu bleiben. Alle Beiträge von Alina ansehen.

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